Von Mittwoch, dem 18. Juni, bis Samstag, dem 19. Juli, fand in der Galerie des Schlosses Bogenšperk eine Ausstellung mit Werken des akademischen Malers Lojze Adamljet statt, einem der größten surrealistischen Maler Sloweniens, der mit seiner Grafik, Illustration, Malerei und seinen kulturellen Aktivitäten den slowenischen Kultur- und Kunstraum stark geprägt hat.
Lojze Adamlje, geboren 1955, verbrachte seine Jugend in Šentvid pri Stični und spezialisierte sich an der Akademie der Schönen Künste in Ljubljana bei Professor Mark Pogačnik auf Kunstdrucke auf Metallmatrizen. In den folgenden Jahren übertrug er die Kunst des Surrealismus, die ihn bereits während seines Studiums fasziniert hatte, erfolgreich auf die Malerei und die Druckgrafik und wurde zu einem unserer bedeutendsten Maler, einem Vertreter des reinen Surrealismus und zugleich zu einer eigenständigen Künstlerpersönlichkeit. Neben der Malerei und Druckgrafik ist er auch in den Bereichen Design, Illustration und Journalismus tätig. Während seiner Zeit im journalistischen und grafischen Unternehmen Delo engagierte er sich im Bereich der Kultur und der bildenden Kunst, organisierte zahlreiche Ausstellungen in der Galerie Cicero – dem Kunstausstellungsraum des Zeitungshauses Delo – und beteiligte sich an den Aktivitäten des Verbands der Kulturgesellschaften von Ljubljana – zwei Amtszeiten lang als dessen Präsident. Vor fast drei Jahrzehnten veröffentlichte er das Projekt Goldene Palette, das vom Öffentlichen Fonds der Republik Slowenien als höchstes Bewertungsmodell im Bereich des künstlerischen Amateurschaffens angenommen wurde. Bis heute hatte er 46 große Einzelausstellungen und nahm an mehr als 330 Gruppenausstellungen teil – im In- und Ausland sowie in vielen Malkolonien. Er hat mehrere nationale und internationale Preise für Malerei und Grafik erhalten. Der wichtigste davon ist der kleine Preis für sein surrealistisches Werk aus dem Jahr 2001, den er auf der Weltausstellung in Kassel (Deutschland) erhielt.
Rezensent der Ausstellung Mag. Ana Kocjančič schrieb über die ausgestellten Werke u.a.: „… Der Betrachter spürt den Raum in der scheinbaren visuellen Anordnung von Adamljets Traumwelten und interpretiert, erlebt und reflektiert ihn mit Hilfe von Figuren und symbolischen Zeichen. Mit einer kraftvollen Illusion fängt er uns, die Betrachter, schnell in seiner Welt ein und offenbart uns langsam große, anekdotische Geschichten durch das Zeichen Olympus. In imaginären Räumen gibt er uns einen Einblick in die persönliche Ikonographie. Interessant sind in dieser Hinsicht seine Selbstporträts, zum Beispiel das Bild in der Ausstellung, in dem Adamlje beschließt, sich selbst in einer neuen Zeit und einem neuen Raum den Spiegel vorzuhalten, und sich auf einem Seil hoch über dem Boden, zwischen den kühlen Hochhäusern einer modernen Metropole, auf sein Fahrrad setzt, in den Momenten, in denen er am meisten aus dem Gleichgewicht gerät. In ähnlicher Weise kämpft der Elefant auf der Kugel, der auf seinem Fahrrad abgebildet ist, mit dem Gleichgewicht.
